Erziehen, aber wie? Pädagogik und Moral in den Kupferstichen Daniel Chodowieckis

Radiernadel statt Rohrstock: Wie der berühmte Berliner Kupferstecher Daniel Chodowiecki darstellte, was einen anständigen Menschen ausmacht.

Nr.05/10/2026  | 05.10.2026  | SSGK  | Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern

Anlässlich des 300. Geburtstages Daniel Chodowieckis (1726–1801) zeigt das Staatliche Museum Schwerin vom 8. Oktober 2026 bis zum 10. Januar 2027 die Kabinett-Ausstellung „Erziehen, aber wie? Pädagogik und Moral in den Kupferstichen Daniel Chodowieckis“.

Gezeigt werden 50 Werke aus dem Bestand von 866 Kupferstichen des Künstlers, im Zentrum seine Illustrationen zu Johann Bernhard Basedows „Elementarwerk“ von 1769, dem einflussreichsten Lehrbuch der Aufklärungspädagogik.

Zur Vernissage am 8. Oktober 2026, um 18 Uhr begrüßt Dr. Pirko Kristin Zinnow, Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern, die Gäste und gibt eine kurze Einführung.
Anschließend führen die Kuratorinnen Dr. Kerstin Krautwig und Lena März durch die Ausstellung. Sie geben Einblicke in die Auswahl der gezeigten Blätter und erläutern, wie Chodowiecki mit den Mitteln der Druckgrafik moralische Botschaften seiner Zeit transportierte.

Der Hamburger Pädagoge verfasste sein „Elementarwerk“ als umfassende Anleitung für Eltern und Lehrer und war überzeugt, dass Kinder vor allem anhand von Bildern lernen. Für die Illustrierung gewann er den bereits berühmten Berliner Kupferstecher Daniel Chodowiecki, der 100 Kupferstiche schuf, als separate Bildtafeln, die dem Buch beigelegt waren und Lehrern wie Schülern als Gesprächsanlass dienten, um die Textinhalte zu wiederholen und zu vertiefen.

Die Kabinett-Ausstellung ist Teil der Reihe „Das besondere Format“ sowie des deutsch-polnischen Verbundprojekts Chodowiecki 300 mit 59 Veranstaltungen an 24 Orten. Programm: www.chodowiecki300.eu