Imposantes Stenglin-Gemälde hängt nach Restaurierung wieder im Schloss Ludwigslust

Nr.21-2021  | 21.09.2021  | SSGK  | Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern

Die Ausstellung von Schloss Ludwigslust ist um eine Attraktion reicher. Nach aufwendiger Restaurierung hängt das großformatige Gemälde von Ernst Hugo von Stenglin „Hofjagdlager vor Schloss Friedrichsmoor“ an seinem einstigen Ort, im Treppenaufgang zur Ausstellung im Ostflügel des Ludwigsluster Schlosses.

„Für das Schlossmuseum ist die Wiederhängung dieses Gemäldes von großer Bedeutung. Denn es gewinnt damit ein Stück seines historischen Zustands zurück“, so Dr. Pirko Kristin Zinnow, Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern (kurz: SSGK M-V). „In seiner überwältigen Dimension ist es zweifelsfrei ein Blickfang und steigert die Attraktivität des Museums für die Gäste.“

Reinhard Meyer; Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern: „Dass ein so bedeutendes Gemälde wieder an seinem ursprünglichen Platz hängt, ist eine wirklich großartige Leistung. Daher möchte ich mich an dieser Stelle bei der SSGK M-V für die fachliche Vorbereitung und Begleitung bedanken. Mit Sicherheit wird das Stenglin-Gemälde künftig für die kulturtouristische Vermarktung von Schloss Ludwigslust eine Rolle spielen.“

Mit Abmaßen von 2,40 mal 3,45 Metern ist die Hängung eines derartig großen Gemäldes eine logistische Herausforderung. So dauerte der gesamte Prozess der Wiederhängung, der akribisch durch die Restauratorinnen und Restauratoren der SSGK M-V vorbereitet wurde, fast vier Tage. Aus diesem Grund war es notwendig das Schloss temporär für den Besucherverkehr zu schließen.

Aus kunst- und kulturhistorischer Sicht stellt das Gemälde ein wichtiges und bedeutendes Zeugnis dar. Das 1911 entstandene Gemälde zeigt die Ruhe nach der Rückkehr von einer Hofjagd in Friedrichsmoor. Als seltenes Gruppenporträt dargestellt, sind namentlich zu bestimmende Personen zu sehen, die alle zum Kreis der herzoglichen Familie und ihrer Bediensteten gehörten. So ist unter anderen Großherzog Friedrich Franz IV. selbst abgebildet.

Seit 2014 befindet sich das Objekt in Landeseigentum. Nachdem der originale Hängeort ermittelt werden konnte, begann die Restaurierung des Gemäldes mit dem Ziel, es an seinem angestammten Ort den Besucherinnen und Besuchern von Schloss Ludwigslust zu präsentieren.